Chronologie der Schweizergeschichte

1848 Gründung des Bundesstaats: Neue Bundesverfassung, Bern wird Bundesstadt
    1850 Münzreform; neuer Schweizerfranken

    1851 Erste Telefonlinie

    1852 Eisenbahngesetz bringt privaten Eisenbahnbau

    1854 Eidgenössische Technische Hochschule in Zürich gegründet

    1856 Neuenburger-Konflikt

    1859 Verbot der fremden Kriegsdienste

1860 Savoyerhandel mit Frankreich; erweiterte Freizone um Genf

    1863 Internationales Komitee vom Roten Kreuz gegründet

    1866 Partialrevision der Bundesverfassung; Gleichberechtigung der Juden

1870 Grenzbesetzung; 1871 Internierung der Bourbaki-Armee

    1871 1. Zahnradbahn Europas (Vitznau-Rigi)

    1872 Totalrevisionsversuch der Bundesverfassung gescheitert
    1873 Ausbruch des Kulturkampfes: Konflikt um Bistum Basel, Aufhebung der Nuntiatur

1874 Revision der Bundesverfassung bringt Referendum, Handels- und Gewerbefreiheit u.a.
    1875 Bundesgericht in Lausanne

    1877 Eidgenössisches Fabrikgesetz

    1878 Gotthard-Kompromiss Schweiz-Italien-Deutschland

    1882 Eröffnung der Gotthard-Bahn

    1882- 1888 Höhepunkte der Auswanderung wegen Wirtschaftskrise

    1890 Tessiner Putsch mit nachfolgender militärischer Intervention

    1891 Erster katholisch-konservativer Bundesrat (KK: Vorgängerpartei CVP)

1891 Einführung der Verfassungsinitiative

    1891 1. August als Bundesfeiertag eingeführt

    1898 Verstaatlichung der Hauptbahnen, daraus: Schweizerische Bundesbahnen

    1901 Henri Dunant erhält Friedensnobelpreis

    1907 Schweizerische Nationalbank als zentrale Notenbank

    1909 Gotthardvertrag mit Deutschland und Italien; Staatsvertrag mit Frankreich über Simplonzufahrt

    1910 Beginn der Luftfahrt in der Schweiz; erster Flugplatz: Dübendorf

1912 Besuch Kaiser Wilhelms in der Schweiz

1914 Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges: Mobilmachung der Armee und Grenzbesetzung; Bundesrat erhält unbeschränkte Vollmachten
    1915 Sozialistische Zimmerwaldner-Konferenz

    1916 Oberstenaffäre; Kundgebung gegen General Wille und bundesrätliche Vollmachten

    1917 Affäre Grimm-Hoffmann

    1917 Rationierung der Lebensmittel; in mehreren Städten Kundgebungen gegen den Hunger

1918 Annahme der Initiative auf Proporzwahl des Nationalrates

    1918 Ein Sechstel der Bevölkerung notstandsberechtigt; Grippeepidemie

1918 Landesgeneralstreik; Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Sowjetrussland

1919 Wahl des Nationalrates nach Proporz; Freisinnige verlieren Mehrheit; Katholisch-Konservative erhalten zweiten Sitz im Bundesrat

    1919 Arbeitszeit: Einführung des 8-Stundentags

1920 Beitritt der Schweiz zum Völkerbund

    1920 Wiederzulassung einer Nuntiatur

    1922 Ablehnung der Lex Häberlin (Staatsschutzgesetz)

    1922 Höhepunkt der Nachkriegskrise (130'000 Arbeitslose)

    1922 Erste Radiosender (Lausanne, Bern)

    1924 Verwerfung der Lex Schulthess, die eine Verlängerung der Arbeitszeit beabsichtigte

    1925 Annahme des Verfassungsartikels über Alters- und Hinterlassenenversicherung

    1929 Erster BGB-Bundesrat (BGB: Bauern und Gewerbe-Partei, Vorgängerin der SVP)

1929 Petition für Frauenstimmrecht (250'000 Unterschriften)

1931 Beginn der Wirtschaftskrise in der Schweiz

    1932 Beginn der dringlichen Bundesmassnahmen gegen die Krise

    1932 Zusammenstoss zwischen Sozialisten und Militär in Genf (13 Tote)

    1933 Dringlicher Bundesbeschluss für Krisenhilfe und Finanznotrecht

    1934 Ablehnung der 2. Lex Häberlin (Staatsschutzgesetz)

    1935 Verwerfung der Kriseninitiative; Ablehnung der Totalrevisionsinitiative

    1935 SPS-Programmrevision: Anerkennung der Landesverteidigung: Streichung der "Diktatur des Proletariats"

    1937 Friedensabkommen in der Metallindustrie

    1938 Rückkehr zur integralen Neutralität

    1938 Bundesbeschluss über die Sicherstellung der Landesversorgung; Aufbau einer kriegswirtschaftlichen Organisation

    1938 Rätoromanisch wird vierte Landessprache

1939 Annahme der Finanzvorlage "Ausbau der Landesverteidigung und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit"; Generalmobilmachung
    1939 Landesausstellung in Zürich

    1940 Beginn des "Plans Wahlen"

    1940 Verbot der Kommunistischen Partei; Auflösung der Nationalen Front

    1940 Radiorede bon Bundesrat Pilet-Golaz', wo er zur Anpassung an Hitler-Deutschland rät; Eingabe der 200

    1942 Verschärfung der Flüchtlingspolitik

    1942 Rationierung von Fleisch und Brot

    1943 Wahl des ersten Sozialdemokraten in den Bundesrat

    1944 Schwerster Bombenangriff auf Schaffhausen: 40 Tote

1945 Ende der Aktivdienstzeit

    1946 Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur UdSSR

    1946 Abkommen mit den USA über deutsche Vermögenswerte in der Schweiz

    1947 Neue Wirtschaftsartikel in der Volksabstimmung angenommen

    1947 Einführung der AHV in der Volksabstimmung angenommen

    1949 Initiative "Rückkehr zur Demokratie" (Regelung des Dringlichkeitsrechts) in der Volksabstimmung angenommen

    1952 Letzte Kriegsvollmachtenbeschlüsse treten ausser Kraft

    1953 Aufnahme des Fernsehversuchsbetriebes in Zürich und Genf

    1956 Protestkundgebungen gegen Unterdrückung des Ungarnaufstandes

    1957 Atomenergieartikel in der Volksabstimmung angenommen

    1958 Annahme des Nationalstrassenartikels

    1959 Schaffung einer Invalidenversicherung

    1959 Einführung des Frauenstimmrechts auf eidgenössischer Ebene verworfen

    1959 Wahl des Bundesrates nach der Zauberformel

1963 Beitritt zum Europarat

    1964 Mirage-Affäre

    1966 Schweiz wird Vollmitglied des GATT

    1966 Aufgrund einer parlamentarischen Motion wird die Totalrevision der Bundesverfassung an die Hand genommen

    1968 Bundesrat legt zum ersten Mal Richtlinien der Regierungspolitik vor

1968 Beginn der Jugendunruhen in Zürich und Genf
    1969 Inbetriebnahme des ersten Atomkraftwerkes

    1970 Ablehnung der Schwarzenbach-Initiative gegen die Überfremdung

1971 Einführung des Frauenstimmrechts auf eigenössischer Ebene

1972 Freihandelsvertrag mit der EG (VORGÄNGERIN EU)

    1972 Unterzeichnung der Europäischen Menschenrechtskonvention

    1972 Dringlicher Konjunkturdämpfungsbeschluss

    1972 Wohnbauförderungs- und Mieterschutzartikel angenommen; AHV-Revision und Verankerung der 2. Säule angenommen

    1975 Besetzung des Baugeländes für ein Atomkraftwerk bei Kaiseraugst

    1975 Nationalbank geht zu gezielter Geldmengepolitik über

    1976 Unterzeichnung der Europäischen Sozialcharta

    1977 Fristenlösungsinitiative verworfen

    1977 Erweiterung des Staatsvertragsreferendums

    1978 Schaffung einer Bundessicherheitspolizei verworfen

1978 Aufnahme des Juras als 23. Kanton im Bund

    1979 Atomschutzinitiative verworfen; Annahme eines verschärften Atomenergiegesetzes

    1980 Eröffnung des Gotthardstrassentunnels

    1980 Jugendunruhen in mehreren Städten

    1981 Verfassungsartikel über die Gleichheit von Mann und Frau angenommen

    1983 Umweltschutzgesetz angenommen

    1984 Elisabeth Kopp zur ersten Bundesrätin der Schweiz gewählt

    1985 Neues Eherecht in Volksabstimmung angenommen

    1986 Ablehnung des UNO-Beitritts durch Volk und Stände

    1986 Chemiekatastrophe von Schweizerhalle bei Basel

    1987 Bau von Neubaustrecken im Mittelland (Bahn 2000) angenommen

    1989 Schaffung des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann

    1989 Fichenskandal (überbordende und unkontrollierte Sammlung von Daten über Schweizer und Ausländer) erschüttert die Schweiz

    1989 GSoA-Initiative "Für eine Schweiz ohne Armee" verworfen

    1990 Beteiligung am UNO-Embargo gegen den Irak

    1990 "Moratoriumsinitiative" angenommen: zehnjährige Pause in der Erteilung von Rahmenbewilligungen für neue Atomkraftwerke

    1991 Frauenstreik in der ganzen Schweiz

    1992 Beitritt zum Internationalen Währungsfonds und zur Weltbank

    1992 Einführung eines zivilen Ersatzdienstes (Zivildienst)

    1992 NEAT-Vorlage (Schaffung neuer Tunnels durch die Alpen) angenommen

1992 Ablehnung des EWR-Beitritts durch Volk und Stände

    1993 Neue Finanzordnung, die unter anderem die Einführung der Mehrwertsteuer vorsieht, gutgeheissen

    1994 Ablehnung der Beteiligung an UNO-Friedensmissionen (Blauhelme) durch Volk und Stände

    1994 Annahme des Antirassismus-Gesetzes

    1994 Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht in Volksabstimmung angenommen

    1995 Beitritt zur GATT-Nachfolgeorganisation WTO

    1995 Debatte über Raubgold und nachrichtenlose Vermögen von Opfern des Naziregimes läuft an

    1996 Die Schweiz tritt der "NATO Partnership for Peace" bei

    1997 Arbeitslosigkeit erreicht Höchststand von 188'000 Personen

    1998 Die Schweiz feiert "150 Jahre Bundesstaat"

1999 Annahme der revidierten Bundesverfassung
2000 Annahme der bilateralen Verträge: Annäherung an Europa