Chile
Pascal Chappuis

Seit Erlangung der Freiheit anfangs 19. Jh. Herrschte in Chile, mit einigen seltenen Ausnahmen, immer eine Demokratie. Ca. 1880 führte man kurz Krieg gegen Peru und Bolivien und konnte dabei die Fläche verdreifachen. Dieses Land bestand hauptsächlich aus Wüste jedoch fand man bald grosse Vorkommen an Salpeter und Kupfer. Dies lockte dann auch zwangsläufig ausländische Firmen ins Land besonders aus den USA.
1970 standen nun Präsidentschaftswahlen auf dem Programm. Dabei war besonders die Linke mit ihrem Kandidaten Salvador Allende stark und man prophezeite
deren Wahlsieg. Dies bewirkte ein sofortiges Eingreifen der USA, denn ein Marxist als Machthaber Chiles wäre nach Kuba die zweite grosse Niederlage der Vereinigten Staaten im von ihnen einflussreichen Lateinamerika gewesen. Nun schickte der damalige US Präsident Nixon den CIA nach Chile um Stimmung gegen die Linken zu machen. Das ganze nützte jedoch nichts denn die Wahlen endeten mit einem Sieg Allendes. Er wurde somit zum ersten demokratisch gewählten Präsidenten weltweit. Gleich nach Antritt der Macht stellte Allende ein Regierungsprogramm auf, das auf deutlich mehr Unabhängigkeit von den USA abzielte. Er machte sich an eine Verstaatlichung sämtlicher Betriebe darunter auch die Kupferabbaufirmen, hauptsächlich unter Einfluss der USA, und des
Telekommunikationsnetzes das im Besitz der US ITT war. Man erhielt dabei aber sehr wenig Unterstützung der UDSSR hingegen kämpfte die USA mit allen mitteln gegen die Regierung und Kongressratswahlen auf dem Programm. Als aber auch hier die Linke einen Sieg feierte, trotz der herrschenden Krise, liess man das Militär mit inoffizieller aber effizienter Hilfe des CIA unter Führung Augusto Pinochets auflaufen. Es kam zum Sturz der Regierung und vielen Toten auf Seiten der
Linken, darunter war auch Salvador Allende. Die USA hat somit einem faschistischen System zur Macht verholfen, welches vor allem durch viele Gräueltaten in die Geschichte einging.