Januar 2001              UNO         Fakten und Zahlen
offizielle engl.,  frz., chines., arab.,russ., .span. Originaltexte

dt. (nicht gleich aufgebaute) Ausgabe

UNO-Charta



 

Die Mitglieder der Hauptorgane der Vereinten Nationen 2001
(Zusammenschnitt von der dt. Ausgabe)

1. Die Generalversammlung

 Der Generalversammlung gehören alle 189 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen an (siehe alphabetische Liste aller UNO-Mitgliedstaaten, UNIC/288 vom September 2000).

2. Der Sicherheitsrat

 Der Sicherheitsrat hat 15 Mitglieder. Die Charta der Vereinten Nationen bestimmt fünf Staaten zu ständigen Mitgliedern des Rats. Die Generalversammlung wählt die anderen zehn Mitglieder für eine jeweils zweijährige Amtszeit. Jedes Jahr wechseln fünf nichtständige Mitglieder. Ihre Amtszeit endet am 31. Dezember des angegebenen Jahres.
 Die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats sind China, Frankreich, die Russische Föderation, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten.

 2001 sind folgende zehn Länder als nichtständige Mitglieder im Sicherheitsrat vertreten: Bangladesch (2001), Irland (2002), Jamaika (2001), Kolumbien (2002), Mali (2001), Mauritius (2002), Norwegen (2002), Singapur (2002), Tunesien (2001), Ukraine (2001).

3. Der Wirtschafts- und Sozialrat

Der Wirtschafts- und Sozialrat hat 54 Mitglieder, die von der Generalversammlung für eine dreijährige Amtszeit gewählt werden. Jedes Jahr wechseln 18 Mitglieder des Rats. Die Amtszeit der im Wirtschafts- und Sozialrat vertretenen Staaten endet jeweils am 31. Dezember des angegebenen Jahres:
 Ägypten (2003), Äthiopien (2003), Andorra (2003), Angola (2002), Argentinien (2003); Bahrain (2002), Benin (2002), Bolivien (2001), Brasilien (2003), Bulgarien (2001), Burkina Faso (2002), China (2001), Costa Rica (2002), Dänemark (2001), Demokratische Republik Kongo (2001), Deutschland (2002), Fidschi (2002), Frankreich (2002), Georgien (2003), Griechenland (2002), Guinea-Bissau (2001), Honduras (2001), Indonesien (2001), Iran (2003), Italien (2003), Japan (2002), Kamerun (2002), Kanada (2001), Kroatien (2002), Kuba (2002), Marokko (2001), Mexiko (2002), Nepal (2003), Niederlande (2003), Nigeria (2003), Norwegen (2001), Österreich (2002), Pakistan (2003), Peru (2003), Portugal (2002), Republik Korea (2003), Ruanda (2001), Rumänien (2003), Russische Föderation (2001), Saudi-Arabien (2001), Südafrika (2003), Sudan (2002), Suriname (2002), Syrien (2001), Tschechische Republik (2001), Uganda (2003), Venezuela (2001), Vereinigte Staaten von Amerika (2003), Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland (2001).

4. Der Treuhandschaftsrat

Der Treuhandschaftsrat hat fünf Mitglieder: China, Frankreich, die Russische Föderation, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten. Mit der Unabhängigkeit von Palau, dem letzten verbliebenen Treuhandgebiet der Vereinten Nationen, hat der Rat am 1. November 1994 formell seine Arbeit eingestellt. Mit einer am selben Tag angenommenen Resolution änderte der Rat seine Geschäftsordnung, die bisher verpflichtende jährliche Zusammenkünfte vorsah, und kam überein, auf eigenen Beschluß, auf Beschluß seines Präsidenten oder auf Antrag einer Mehrheit seiner Mitglieder, der Generalversammlung oder des Sicherheitsrats bei Bedarf zusammenzutreten.

5. Der Internationale Gerichtshof

 Der Internationale Gerichtshof hat 15 Mitglieder, die sowohl von der Generalversammlung als auch vom Sicherheitsrat für eine neunjährige Amtszeit gewählt werden. Die Amtszeit der Richter des Internationalen Gerichtshofs endet am 5. Februar des angegebenen Jahres.
 Ab 29. Februar 2001 gehören dem Internationalen Gerichtshof folgende Richter an: Awn Shawkat Al-Khasawneh, Jordanien (2009); Mohammed Bedjaoui, Algerien (2006); Thomas Buergenthal, Vereinigte Staaten von Amerika (2006); Carl-August Fleischhauer, Deutschland (2003); Gilbert Guillaume, Frankreich (2009); Géza Herczegh, Ungarn (2003); Rosalyn Higgins, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland (2009); Shi Jiuyong, China (2003); Pieter H. Kooijmans, Niederlande (2006); Abdul G. Koroma, Sierra Leone (2003); Shigeru Oda, Japan (2003); Gonzalo Parra-Aranguren, Venezuela (2009); Raymond Ranjeva, Madagaskar (2009); José F. Rezek, Brasilien (2006) und Wladlen S. Wereschtschetin, Russische Föderation (2006).

6. Das Sekretariat

 An der Spitze des Sekretariats steht der Generalsekretär der Vereinten Nationen, der auf Vorschlag des Sicherheitsrats von der Generalversammlung für eine fünfjährige Amtszeit gewählt wird. Seit 1. Januar 1997 ist Kofi A. Annan (Ghana) Generalsekretär der Vereinten Nationen.
 
 

Das System der Vereinten Nationen:
(Die Angaben sind auf dem Stand vom 1. Dezember 2000)

Die Vereinten Nationen haben sechs Hauptorgane: die Generalversammlung, den Sicherheitsrat, den Wirtschafts- und Sozialrat, den Treuhandrat, den Internationalen Gerichtshof und das Sekretariat. Daneben gibt es eine Reihe von Sonderorganisationen, Programmen und Fonds, die das „System der Vereinten Nationen" bilden.

Die große Anzahl von Gremien und Organisationen neben den UNO-Hauptorganen fällt in zwei Gruppen:

Hauptabteilungen, Programme, Institutionen und Fonds - eingerichtet auf Beschluß der Generalversammlung. Hierzu zählen: UNICEF, UNCTAD, UNDP, UNEP, UNFPA, UNRWA, UNU, WFP, UNCHS, UNDCP, UNIFEM, INSTRAW, UNIDIR, UNRISD, UNICRI, UNCTAD/GATT/ITC, NGLS und fünf regionale Kommissionen (ECA, ECE, ECLAC, ESCAP und ESCWA). Außerdem gibt es auch eine Anzahl von Kommissionen, Forschungsinstitutionen und andere spezialisierte Körperschaften, die von der Generalversammlung zur Behandlung bestimmter Fragen eingerichtet wurden.

Autonome Sonderorganisationen, die mit den Vereinten Nationen durch eigene zwischenstaatliche Abkommen in Beziehung stehen. Diese Organisationen sind für einen weiten Bereich internationaler, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Fragen zuständig und haben eigene Mitglieder, sowie eigene beschlußfassende und leitende Organe, Sekretariate und Budgets. Ihre Arbeit mit den Vereinten Nationen und untereinander wird durch den Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) koordiniert. Hierzu zählen: ILO, FAO, UNESCO, ICAO, WHO, Weltbank, IMF, UPU, ITU, WMO, IMO, WIPO, IFAD und UNIDO.