Der Vietnamkrieg (1945-1975)
Gabriel Leventhal, Lam Ha

Ho Chi Minh kehrte 1941 nach Vietnam zurück und gründete dort die Viet Minh, welche während dem 2. Weltkrieg von den Amerikanern unterstützt wurden, da die Viet Minh gegen die Japaner rebellierten. Da die Japaner auf der Verliererseite des 2. Weltkrieges standen, teilten die Alliierten Vietnam in zwei Teile, um die Arbeit der Vertreibung der Japaner zu teilen. Dadurch erhielten die Chinesen die Kontrolle über den Norden, die Briten und Franzosen (Vietnam war eine ehemalige franz. Kolonie) über den Süden. Nur kurze Zeit später übernehmen Guerilla-Truppen der Viet Minh Hannoi im Norden und stellen eine eigene Regierung auf. Ho Chi Minh ernennt sich selbst zum Präsidenten der Demokratischen Republik von Vietnam, wird jedoch vom amerikanischen Präsidenten Harry Truman nicht anerkannt. Zur gleichen Zeit kommen britische und vorwiegend französische Truppen in Saigon, im Süden. an mit dem Ziel, die französische Herrschaft wieder herzustellen. Im Dezember 1946 begann der erste Indochinesische Krieg zwischen den französischen Truppen und den Viet Minh. Dieser dauerte 8 Jahre.
Nachdem Mao Zedong in China die Macht ergriff, erkennen China und die UdSSR MinhÝs Demokratische Republik von Vietnam an. Einen Monat später erkennen die USA und England das französisch-kontrollierte Südvietnam als unabhängig an. Die Amerikanische Einmischung beginnt damit, dass Truman den Franzosen finanzielle Unterstützung leistet, welche später unter Eisenhower erhöht wird, mit der Begründung der « Domino Theorie ». Als die Franzosen immer grössere Niederlagen erleiden, entscheidet Eisenhower gegen ein militärisches Eingreifen, was dann zum entgültigen Abzug der Franzosen aus Vietnam führt. Im Juli 1954 entschied man im Genfer Abkommen, dass Vietnam am 17. Breitengrad geteilt würde, wobei MinhÝs kommunistische Regierung den Norden und das französische Maskottchen Bao Dai den Süden regieren würde. Zusätzlich sollen bis zum Juli 1956 ganz-vietnamesische Wahlen stattfinden, um auf demokratischen Wege einen gemeinsamen Präsidenten von Vietnam zu wählen.

Ein halbes Jahr später erreichen die ersten Waffenlieferungen der USA Südvietnam, während Minh Moskau besucht um die UdSSR um Unterstützung zu bitten. Als die Deadline der in dem Genfer Abkommen deklarierten Wahlen eintrifft, rät die USA der südvietnamesischen Regierung ab, daran teilzunehmen. Darauf schlägt die UdSSR eine permanente Teilung von Nord- und Südvietnam vor, welches von den USA abgelehnt wird, da sie kein kommunistisches Nordvietnam akzeptieren. Daraufhin ruft Minh zu einem Bürgerkrieg gegen die westliche Regierung von Südvietnam auf, und gleichzeitig beginnt der Bau des Ho-Chi-Minh-Pfades, welches die Lieferung zur Unterstützung der nordvietnamesischen Truppen in Südvietnam dienen soll. Viele Südvietnamesische Zivilisten flüchten vom Süden in den Norden, als bei einem fehlgeschlagenen Putsch, über 50'000 verhaftet werden. Minh wird diese später für seien Zweck in den Süden zurückschicken. Diese Ex-Südvietnamesen werden von Diem, der jetzige Präsident von Südvietnam, Viet Cong genannt (= kommunistische Vienamesen). Erst sehr spät im Krieg werden echte Nordvietnamesische Truppen in den Süden beordert.

Ab 1961 ist der weitere Verlauf des Konfliktes so, dass nachdem die Soviets ihre Unterstützung kommunistischer Befreiungskriege gewähren, die USA immer mehr militärische Berater nach Südvietnam schicken. Als Nordvietnamesische Truppen Warnschüsse auf amerikanische Flugzeugträger vor der Küste schiessen, beschliesst Präsident Johnson offizielle Bombenanschläge auf den Ho-Chi-Minh-Pfad zu starten. Erst in 1965 werden die ersten amerikanischen Truppen nach Vietnam gesandt. Dies führt zu Anschlägen der Viet Cong auf die amerikanische Botschaft und weitere amerikanische Stützpunkte in Südvietnam.

Als Richard M. Nixon 1969 in den USA zum Präsidenten gewählt wird, ist er schon der fünfter, welcher mit dem Vietnamkonflikt zu tun hatte. Im gleichen Jahr werden die ersten amerikanischen Truppen wieder abgezogen, nach einem Höhepunkt von 543'400 Soldaten. Unter den Truppen herrschten grosse psychische Probleme, welche auch mit starkem Drogenkonsum führte. Die amerikanischen Lazarette hatten zum Teil mehr Drogenpatienten als solche mit Kriegswunden. Die amerikanische Öffentlichkeit, welche zu Beginn des Krieges die Einmischung der USA unterstützten, demonstriert gegen weitere Einmischung der USA und fordert den Rückzug aus Vietnam. Im Pariser Abkommen von 1973 willigen die USA ein, innert 60 ihre gesamten Streitkräfte von Südvietnam zu entfernen. Weiter senkt der amerikanische Kongress die finanzielle Unterstützung Südvietnams unter ein Minimum, was die Südvietnamesen hilflos lässt. Als schliesslich am 30.4.1975, um 8:35 die letzten 10 amerikanischen Marines Saigon verliessen, flog schon um 11:00 die rot-blaue Fahne der Vietkong über dem Präsidentschaftspalast.